

| NATIONALPARK HELVETINJÄRVI |
Der Nationalpark Helvetinjärvi repräsentiert die zerklüfteten Wildmarkwälder der Landschaft Westfinnlands. Er wurde 1982 gegründet und er umfaßeine Fläche von 30 km². Schon vor hundert Jahren ließen sich unser Nationaldichter J.L. Runeberg und der Künstler A. Gallen-Kallela mit ihren Zeitgenossen von dieser Wildmark anregen.
Die für den Park charakteristischen tiefen Talschluchten sind infolge der Erdkrustenspaltungen und Verwerfungen vor 200 Millionen Jahren entstanden. In dem tiefsten Felsspalt liegen die Seen Helvetinjärvi, Luomajärvi und Kovero. Ihre Ufer erheben sich stellenweise mehrere 10 Meter in die Höhe. Stellenweise sind die Hängen waldbedeckt, hier und da sind auch rindenlose, aufrecht abgestorbene Kiefern zu finden.
Anderenorts verwandeln sich die Hänge in steile Felswände und schwer passierbare Geröllfelder.
Am südöstlichen Ende des Iso-Helvetinjärvi Sees befindet sich die bekannteste Sehenswürdigkeit des Nationalparks, Helvetinkolu, die "Höllenkluft". Im Westteil des Parks verläuft eine zweite Talschlucht, Rontonhorha, vom See Haukkajärvi bis zum See Kivi-Kierinkajärvi.
Die Felswände der fjordartig verengten Seen haben ihre eigenen Pflanzenarten. Neben den häufig vorkommenden Rentierflechten und Moosarten findet man auch seltene Pflanzen wie z.B. Rispengras (Poa glauca). Auf den Felsen gedeihen außerdem Gemeine Pechnelken (Viscaria vulgaris) und an kleinen Farnarten der Streifenfarn (Asplenium trichomanes) und der Nordische Streifenfar (Asplenium septentrionale).
Wir bitte, die Felsen vorsichtig zu betreten und die Pfade nicht zu verlassen. Die Felsenpflanzen sind sehr empfindlich.
Die Wälder im Nationalpark sind vorwiegend vegetationsarme Heiden, wo Preiselbeeren und Heidelbeeren wachsen. Üppiger wird die Vegetation an den Bachufern, wo man den Straußfarn (Matteuccia struthhiopteris), das Christophskraut (Actaea spicata) and die Linde (Tilia cordata) antreffen kann.
Ein beträchtlicher Teil des Parkgebiets unterlag früher forstlicher Bewirtschaftung, demzufolge besteht die Vogelwelt größtenteils aus Arten der Wirtschaftswälder. In der naturbelassenen, alten Wäldern ist der Zwergschnäpper (Ficedula parva) und der Zaunkönig (Troglodytes troglodytes) heimisch, die Waldammer (Emberiza rustica) dagegen bevorzugt alte Bruchmoore. Der Hühnervögelbestand ist reich. Der Marder (Martes martes) ist im Park weit verbreitet, und manchmal kann man sogar den Bär (Ursus arctos) oder den Luchs (Lynx lynx) antreffen.
Die Moore sind in erster Linie Reißermoore.
Pfade und Kochstellen
Im Nationalpark gibt es rund 40 km markierte Wanderpfade. An den Pfaden sind einfache Kochstellen und Zeltplätse für Wanderer eingerichtet. Unterkünfte sind möglich auch in den Reservierhütten von Haukanhieta und Haukkajoki. Beim Helvetinkolu gibt es außerdem eine Wildmarkhütte. Wir bitten Sie, alles zu tun, damit späteren Besuchern den Zauber der Natur zu bewahren.
Verkehrsverbindungen
Von Virrat, Ruovesi und vom Nationalpark Seitseminen erreicht man den Park zu Fuß und auf Skiern über die Wanderroute Pirkan Taival. Mit dem Auto ist der Park aus vielen Richtungen zu erreichen: über die Landstraße Kuru - Virrat, ausgeschildert vom Dorf Kallio, über die Landstraße Ruovesi - Virrat, ausgeschildert vom Dorf Pohtio und vom Ruovesi Zentrum.
Weitere Auskünfte
http://www.luontoon.fi/page.asp?Section=102
Metsähallitus - Amt fü Staatswälder, Parkebiet Westfinnland, Informationszentrum des Nationalparks Seitseminen, tel. 03 442 7240, fax 03 442 7515.
Reservation der Hütten, tel. 0203-44122.