

Das Museum von Ruovesi ist eines der ältesten Heimatmuseen in Finnland. Die
Idee dazu stammt von dem Gemeindearzt Einar Palmén, der in den 1920er Jahren began, alte
Werkzeuge und Hausrat zu sammeln. Das Heimatmuseum ist jedoch an erster Stelle ein
Freiluftmuseum, das einen mittelgroßen selbstständigen Bauernhof darstellt, wie er in
diesem Landesteil vor ca. 200 Jahren zu finden war. Das Museum ist besonders schön auf
einem Hügel im Stadtzentrum gelegen. Die insgesamt 23 Gebäude bilden zwei Höfe, welche
"Männerhof" und "Kornkammerhof" genannt werden.
Die alte Landstraße von Ruovesi nach Kuru wurde bereits um 1790 in Dokumenten
erwähnt. Nach der damaligen Siedlungsweise, Verkehrsaufkommen und Topographie kann man
jedoch darauf schließen, daß es die Straße wenigstens seit dem 17. Jahrhundert gibt.
Als Ergänzung der Wasserstraße auf dem Näsinjärvi-See hat sie sehr lange ihren
ursprünglichen Charakter behalten. Durch diese Straße wurde die Strecke um die
Stromschnellen zum Kleinen Hafen und den Bootsanlegeplätzen abgekürzt. Außerdem wurden
viele kleine Siedlungen mit dem Hauptort verbunden. Bedeutung erhielt diese landschaftlich
sehr schöne - aber kurvenreiche und enge - Straße im 19. Jahrhundert, als die
Bevölkerung wuchs und die Industrialisierung Finnlands begann. Damals wurde die Straße
auch erstmals auf Karten eingezeichnet.
Bis heute hat sich diese Straße wenig verändert. Noch immer ist sie ein gutes Beispiel für eine Landverbindung, die von den Siedlern ausschließlich für den eigenen Bedarf angelegt wurde. Sie bildet ein einheitliches, historisch wertvolles Denkmal für den Straßen- und Brückenbau der finnischen Bauern.
Insgesamt ist die Museumsstraße 8 km lang. Sie zweigt von der heutigen Verbindung von Ruovesi und Kuru gleich nach der Nationalstraße 66 ab. Achten Sie auf die Hinweisschilder.